Jan
17

AS Nancy-Lorraine – FC Lorient 2:2

20. Spieltag, Ligue de Football Professionnel, Frankreich

Zuschauer: 13.500 Zuschauer, Stade Marcel Picot

Mit sehr viel Zeit im Gepäck erreichten wir am frühen Abend die 100.000 Einwohnerstadt Nancy. Dank der Dunkelheit konnte auch der Ground mit den großen Flutlichtern auf die Schnelle gesichtet werden. Da die Pressestelle vom AS Nancy-Lorraine bereits das zweite Mal bezüglich Pressetickets stresste, ging es zunächst zum Kartenhäuschen, wo wir mit schlappen 15 Euro einen Platz in der Heimkurve bekamen. Da die Stadiontoren noch geschlossen waren, der Fanshop wie beim Winterschlussverkauf völlig überfüllt war und der Magen unüberhörbar knurrte, ging es in eine, man mag es kaum glauben, Croque Bude. Der wohl ungewöhnlichste und zudem dickste Croque wurde gleich vier Mal aus unsere Reisegruppe heraus bestellt. Man nehme ein 50cm langes Baguette, schneidet es auf und haut eine ordentliche Portion Mayonnaise rein, drückt danach kleingehackte Frikadellen dazu, ballert dann eine Schüssel Pommes rauf und versüßt diesen Haufen mit einem halben Kilo Mayonnaise – fertig ist der Croque Monsieur! Das ganze sieht zwar alles etwas Scheiße aus, schmeckt aber sehr gut und hält für die nächsten 24 Stunden den Magen zusammen. Nach einer guten Stunde in der Bude ging es dann endlich ins Rund. Der Ground hat ausschließlich Sitzplätze, fasst 20.087 Zuschauer und hat sich ebenfalls als Austragungsort für die EM 2016 beworben. Das Spielfeld, das nach einem saftigen Grün aussieht ist ein Kunstrasen und kommt aus Deutschland. Es scheint so allmählich Mode zu werden, sich so einen Platz anzuschaffen. Die Fangruppen in Nancy sind wie auch schon in Metz, auf zwei Tribünen verteilt. In der einen hausen die „Red Sharks“, unmittelbar neben den Auswärtsblock, der allerdings mit gerade einmal 15 Leuten beim Spiel gegen den FC Lorient eher unterging. Hinter dem anderen Tor steht die Gruppe „Saturday FC“, die eine enge und langjährige Freundschaft mit den Ultras aus Saarbrücken verbindet, die ebenfalls vor Ort waren. Der Anpfiff in Nancy wurde gleich zum Leckerbissen, denn die frischgebackene „Miss Lorraine“ durfte zum Anstoß anblasen, ähm – ich meinte natürlich anstoßen. Die Stimmung auf Seiten der „Saturday FC“ war abwechslungsreich und sehr gut zu vernehmen, aus dem Gästesektor hörte man nichts und aus dem Mob um die „Red Sharks“ konnte man nur trommeln vernehmen. Bei gefühlten 10 Grad Minus sahen wir eine recht ordentliche Partie, in der die Hausherren in der ersten Halbzeit ein Tor erzielen konnten und mit dieser Führung in die Pause verschwanden. Auf der Suche nach etwas warmen zu trinken wurde man gleich an die Bundesliga erinnert und an das Kartensystem zum Bezahlen verwiesen. Der zweite Durchgang konnte uns durch kostenloses W-LAN und ein paar Toren vor dem erfrieren retten. Nachdem die Gäste zunächst den Ausgleich erzielten, konnte in der Schlussphase sogar noch die Führung erkämpft werden. Lange Gesichter und Stimmungsschwankungen im Block der Nancy Anhänger. Doch kurz vor Schluss konnte Nancy doch noch den verdienten Ausgleich machen und die Stimmung kochte noch einmal über. Bei der Punkteteilung blieb es dann auch und für uns ding die Reise wieder in Richtung geliebtes Schleswig-Holstein.

Patrick Lage

Jan
15

FC Metz – SC Bastia 0:1

Championnat de France Ligue 2, Frankreich

Zuschauer: 7.946 Zuschauer, Stade Saint-Symphorien

Um 4:30 Uhr startete unsere „Tour de France“ im geräumigen Mietwagen gen Metz, unser erstes Ziel der Reise. Nachdem der Rest der Gruppe, mehr oder weniger erfolgreich eingesammelt wurde, der BUsenfreund aus Hamburg konnte mal wieder nicht genug von seinem Schönheitsschlaf kriegen, erreichten wir eine Stunde vor Kickoff das Stade Saint-Symphorien von Metz. Der 26.700er Ground besteht aus vier verschiedenen Tribünen und ist ein echtes Schmuckstück. Doch zur EM 2016 in Frankreich soll auch dieses Stadion zu einer modernen Arena umgebaut werden. Der FC Metz spielt mittlerweile in der zweiten französischen Liga und die Gäste von der Insel Korsika sollte den einen oder anderen Leser aus dem UI-Cup bekannt sein, spielten sie doch einst 1997 gegen den HSV. Zu Beginn gab es eine Choreo der Ultra-Gruppe „Generation Grenat 95“ aus Metz, die bei den Heimspielen die Tribüne hinter dem Tor ein nehmen. Doch auch hinter dem anderen Tor gab es eine aktive Metz-Gruppe mit den Namen „Horda Frenetik 1997“, die sogar einen „Generation Luzifer“- Banner aus Kaiserslautern vor dem Block hängen hatten und jeden damit zeigten, dass die Freundschaft zwischen Metz und Kaiserslautern immer noch aktiv ist. 7.946 Zuschauer fanden den Weg ins Rund und sahen eine abwechslungsreiche Partie. Der Support der Hausherren konnte sich durchaus blicken lassen. Die Gäste, die mit ca. 40 Mann anreisten, konnte man kaum vernehmen und bekamen lediglich einen Block in der letzten, obersten Ecke des Stadions, sehr undankbar und weit ab vom Spielgeschehen. Nachdem die erste Halbzeit ohne Tore verlief, hofften wir auf 45 torreiche Minuten in Hälfte Zwei. Doch der zweite Durchgang konnte leider auch keine großartigen Höhepunkte bieten. Ca. 10 Minuten vor Schluss holte der FC Metz dann einen Elfmeter herraus, der jedoch nicht verwandelt werden konnte. Wie das Leben spielt, nutzte der SC Bastia diesen Fehler und machte in der 90.ten Minute die Führung klar. Fortan rannten die Hausherren einen sehr dummen und ärgerlichen Rückstand hinterher, der allerdings nicht mehr eingeholt werden konnte. Der FC Metz bleibt nach dem Spiel im Tabellen-Mittelfeld und der SC Bastia festigt Rang Drei und damit die Chance auf den Aufstieg in die Ligue 1. Nach dem Match ging es für uns dann in Richtung Nancy. Auf dem Weg dorthin durften wir noch eine Pyro-Show der Ultras-Bastia auf einem Rastplatz an der Autobahn bewundern. 

 Patrick Lage

Jan
10

Apokalypse Wurst Dritter Teil – out now!

 

  

Passend zum diesjährig vorausgesagten Weltuntergang erwartet die geneigte Leserschaft eine weitere Apokalypse!

Damit keiner dem Ende der Welt enttäuscht entgegen blicken muss, hat sich die Apokalypse Wurst Redaktion extra beeilt um jedem das sorgfältige Durcharbeiten der apokalyptischen Verkündung zu ermöglichen.

Kurz und knapp bedeutet dies – Apokalypse Wurst 3 ist vollendet und ab voraussichtlich KW 02 versandbereit!

Was erwartet euch?

Wie gewohnt ein bunter Mix von allerlei Spitzensport aus Deutschland und der Welt! Bei der aktuellen Ausgabe handelt es sich um eine Berichterstattung über 72 Fußballhighlights aus der Hinrunde der Saison 2011/2012. Exakt 50% davon fanden außerhalb der hiesigen Landesgrenzen, in den tollen Ländern Polen, Spanien, Marokko, Frankreich, Ukraine, Slowenien, Kroatien, Österreich, England und natürlich im Land der Klobasa – Tschechien – statt. Das Ganze verwurstet auf knapp 90 Seiten und preislich unverändert bei 3,00 Euro je Stück!

Wem bereits das Wasser im Mund zusammengelaufen ist und wer den unbedingten Besitzwunsch hegt,

den bitten wir über apokalypse-wurst@web.de Kontakt aufzunehmen!

 

Dez
31

Holstein Kiel – FSV Mainz 05 2:0

DFB-Pokal Achtelfinale, Deutschland

Zuschauer: 10.679 Zuschauer, Holsteinstadion

Die Auslosung für das DFB-Pokal Achtelfinale bescherte den Kieler Störchen mit dem Erstligisten 1. FSV Mainz 05 nicht gerade einen Attraktiven Gegner, jedoch einen mit sehr viel Glück, schlagbaren Gast ins Holsteinstadion. Im Vorfeld wurde mit den Gedanken gespielt diese Partie ins Millerntor Stadion zu verlegen, da in Kiel keine Rasenheizung vorhanden ist, doch da für die Kieler gerade die Heimstärke bei solchen Spielen spricht, musste eine andere Lösung her. Fündig wurde man schließlich in England mit dem Zelt-Prinzip. Dieses Zelt-Prinzip ist übrigens bisher nur in der englischen Premier League zum Einsatz gekommen und feierte nun in Deutschland, im Holsteinstadion seine Premiere. Dieses Zelt ist rund 100 Meter lang, mehr als 50 Meter breit und fast 6 Meter hoch. Eine Turbine bläst heiße Luft ins ca. 10 Grad warme Innere und soll so verhindern, dass sich Frost im Boden bilden kann. Die Konstruktion, die dem Verein Insgesamt rund 100.000 Euro kostete, wurde über das gesamte Spielfeld gespannt. Nach der Arbeit ging es also zum frischgebackenen Herbstmeister an die Förde. Im Vorfeld wurde der Gästeanhang auf ca. 500-900 Leute geschätzt, wobei wohl gut 400 den Weg in den hohen Norden fanden. Lag wieder eine Sensation in der Luft, oder werden die Kieler nun endgültig aus dem Pokalmärchen geweckt und können sich auf die Liga konzentrieren und dort den wichtigen Aufstieg erreichen? Zum Intro gab es auf Seiten der Gäste ein Spruchband mit den Worten: „Wir folgen dir überall hin!“, untermalt mit Wurfrollen und Schwenkfahnen. Im Heimblock wurde nach langer Zeit mal wieder gezündet. Anstoß in Kiel, Fünf Minuten gespielt und Ujah vom FSV Mainz 05 macht das Eigentor und somit die Führung der Hausherren klar. Doch diese Führung war nicht einmal glücklich, sondern nach dem Spielverlauf der ersten Halbzeit völlig verdient. Der Support der Mainzer war sehr gut und konnte im ersten Durchgang über die komplette Spielzeit sehr laut vernommen werden. Dafür, dass die Ultras in Kiel immer noch mit den Stadionverboten zu kämpfen haben, konnte das Publikum ebenfalls für eine gute Stimmung sorgen. Nach der Halbzeit gab es auf Seiten der Gäste eine Choreo mit Spruch-Pappen auf denen diverse Sprüche pro Ultras standen und dem Spruchband: „Verbannte bei uns“. Aus dem Heimblock konnte wieder viel Rauch gesichtet werden. Die Kieler fanden im zweiten Durchgang erneut sehr gut ins Spiel und hatten viele Chancen, den Sack dicht zu machen. In der 64.ten Minute gelang schließlich Steve Müller die völlig verdiente 2:0 Führung. Das Publikum war total aus dem Häuschen, der kleine Club aus der Regionalliga bezwang in der ersten Runde Energie Cottbus, in der zweiten Runde den MSV Duisburg und nun lag der Erstligist aus Mainz mit 2:0 zurück. Das DFB-Pokal Viertelfinale war zum greifen nah. Schlusspfiff in Kiel, die nächste Sensation ist perfekt, Kiel gewinnt völlig verdient gegen schlechte Mainzer. Einige Zuschauer können es nicht mehr auf den Rängen aushalten und stürmen auf den Platz, um Ihren Pokalhelden zu gratulieren. Das Pokalmärchen von Kiel kann also zu Recht in die Verlängerung gehen. 

NordReport ♥ Calcio Culinaria Kiel

Patrick Lage

Dez
20

Ajax Amsterdam – ADO Den Haag 4:0

Eredivisie, 17. Spieltag 

Zuschauer : 41.782 Zuschauer, Amsterdam-Arena

Das Letzte Spiel des Jahres stand an. Nach langer Zeit gelang es uns endlich mal Tickets für Ajax Amsterdam zu bekommen. Es ist sehr schwer Tickets zu erwerben, da man eine Clubcard benötigt um Karten zu bekommen. Dank eines Bekannten der in Amsterdam lebt,war dies diesmal kein Problem. Früh morgens ging es los Richtung Amsterdam. Unser Mitfahrer, ich nenne ihn einfach mal Herrn Gomez, hat uns super und durchgehend mit sämtlichen Geschichten aus allen Lebenslagen unterhalten, so daß die 5 Stunden Fahrzeit wie im Fluge vergangen sind. Als wir am Stadion ankamen, wurde erstmal ein Rundgang gemacht. Rund ums Stadion gibt es zig Shopping Möglichkeiten, Pubs und Restaurants. Als wir unsere Plätze im Stadion einnahmen bemerkten wir das wir im Gästesektor saßen. Ein Ordner erzählte uns, daß bei diesem Sicherheitsspiel keine Gästefans erlaubt sind. Das ist ja super dachten wir uns. Da hat man schon mal Karten und nun sind die Gästefans nicht erlaubt. Nun erhofften wir uns natürlich einiges von den Ajax Fans. Auch dort wurden wir ein wenig enttäuscht. Die Ajax-Fans boykottierten 14 Minuten lang das Spiel und ließen die Heimtribüne leer. Grund dafür sind die Auseinandersetzungen im Vorstand bezüglich der Verpflichtung von Louis van Gaal. Der großteil der Fans ist gegen eine Verpflichtung van Gaals, wie auch ihr Idol Johann Cruyff. Auch nach dem Boykott war die Stimmung durchschnittlich. Das Spiel war etwas besser als das drum herum. Ajax gewann souverän mit 4:0 und hält Kontakt zur Spitze der Tabelle. Nach dem Spiel machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause. Auch diesesmal wurden wir prima unterhalten mit allerhand lustigen Geschichten. Pünktlich zum Tatort erreichten wir die Hansestadt.

Benjamin Voss

Dez
19

FC St. Pauli – SG Eintracht Frankfurt 2:0

Montag abend in Hamburg… naja, wenigestens brauchte man keinen Urlaub nehmen. Gemütlich bei ein paar Bier ging es nach der Arbeit mit meinen Braun-Weißen Kumpels gen Hamburg. Kurz vorm Stadion trennten sich unsere Wege und die Zeit bis zum Kick off verquatschte man an der Tanke mit den bekannten Nasen. Zum Glück sollte es heute abend nicht regnen, und bei milden 5 Grad frierte man auch nicht am Bierbecher fest. Zum Into gabs ne kleine choriografische Einlage auf der Süd zu betrachten. Motto: ” Montags weghaschen ” . Im Gästeblock, welcher ausverkauft war, leuchteten ein paar bengalische Lichter auf. Stimmungsmäßig war es auf beiden Seiten grottenschlecht. Aber auch das ist ja nichts neues. Die Eintracht beherrschte das Geschehen auf dem Platz, war aber nicht in der Lage was zählbares rauszuholen. Zum Pausentee gab es dann noch eine erstklassige Einlage von unserem Gemüseverkäufer aus Lüneburg zu bestaunen, welcher sich ein Stück Pizza mit Tabasco oder ähnlichem verfeinern wollte, beim ersten Bissen schossen Ihm die Tränen in die Augen, der Kopf färbte sich Rot und kotzenerweise suchte er sich den Weg Richtung Toiletten. Lustig Lustig … Nach Wiederanpfiff wurde es nicht besser, und durch zwei astreine Konter konnten die Hausherren den Sack zu machen und die wichtigen Punkte sichern. Für uns ging es dann schnell wieder gen Heimat.

Markus Ballauff

Dez
18

SC Wiedenbrück 2000 – SV Eintracht Trier 0:0

20. Spieltag,  Regionalliga West

Zuschauer: 320 Zuschauer, Jahnstadion in Rheda-Wiedenbrück

Zu fünft machte man sich mit dem Auto aus Hamburg auf den Weg nach Rheda-Wiedenbrück, wo ich bereits um 14.30Uhr direkt vor der Haustür des Fahrers abgeholt wurde. Eigentlich war man nur zu viert, doch spontan entschied sich ein Mitfahrer doch noch mit zu kommen, den man am Bahnhof HH-Ohlsdorf dann direkt einsammelte und welcher gerade direkt von der Berufsschule kam. Den nächsten holten wir von der Arbeit ab in der Nähe der bekannten und berüchtigten Süderstraße und man fuhr Elbbrücken auf die Autobahn. Nachdem man dann auch den letzten Mitfahrer eingesammelt hatte auf einem Autohof bei Soltau ging es ohne weitere Vorkommnisse, aber netten Geschichten direkt zum Jahnstadion. Dort angekommen eine knappe Stunde vor Anpfiff holte man sich in der Geschäftsstelle seine hinterlegte Karte ab und enterte den Ground. Seit 2003 wurde dieser Stück für Stück ausgebaut. Neue Umkleideräume (2003), einer überdachte Sitztribüne sowie Bistroneubau (2004), Flutlichtanlage (2006), Stehtribüne (2007), neuer Rollrasen mit Sickerschichten im Unterbau (2007), Parkflächen (200 Stück mittlerweile) und ein Kunstrasenplatz (2008). Mir gefällt das Stadion nicht besonders, die Zäune die bis auf der Geraden wo  die Tribüne ist gezogen wurden nehmen auch das letzte Flair weg, aber Hauptsache die Statuten für die Regionalliga sind erfüllt…! Der Verein ist übrigens zwei Jahre in Folge jeweils um eine Liga aufgestiegen. Zum Spiel selber kann ich nur sagen, das es nix besonderes davon zu berichten gibt. Magerkost auf beiden Seiten, dementsprechend endete das Spiel torlos 0:0. 8 abgezählte Wiedenbrücker Fans supporteten ab und an mal mit brachial tiefer Stimme, während die gut 80 Trierer den Support nach gutem Anfang, danach dann fast komplett einstellten. Schade. Zum Beginn der zweiten Halbzeit zeigten sie wenigstens ein Spruchband, was mich dann doch zum schmunzeln brachte “Dank Krankenschein an jedem Ort, doch so ist bald die Arbeit fort”. Eine Anspielung auf den Wochentag und die Uhrzeit, da es immerhin 365 km von Trier aus nach Wiedenbrück sind. Zum Ende der zweiten Halbzeit kam man noch mit einem sehr netten SV‘ler der Trierer ins Gespräch, der von draußen durch den Zaun das Spiel verfolgte, während er genüsslich seine Oettinger-Radler trank. Nach Abpfiff ging es direkt zum Auto und man wärmte sich erst mal auf, denn es war doch extrem
kalt an diesem Abend. Besonderes Ereignis auf der Rückfahrt war dann nur noch das ein Foto von uns auf der Autobahn gemacht wurde. Ärgerlich. Nachdem alle Mitfahrer abgesetzt wurden, war ich als letztes auch an der Reihe und  knutschte meine Bettdecke gegen Mitternacht.

Ole Janssen

Dez
14

FSV Mainz 05 – Hamburger SV 0:0

16. Spieltag, 1. Bundesliga

Zuschauer : 34.000 Zuschauer , Coface-Arena

Wir entschieden uns für die entspannte Variante und fuhren mit dem ICE über Frankfurt nach Mainz. Ca. 116 Hsv’er buchten ebenfalls die SC-Tour. Die Fahrt verging wie im Fluge dank einiger Irischen Getränke und dem Kollegen “Fischauge”.  Er unterhielt den Zug mit seinen fantastischen Gesängen a la “Hamburg schießen Tooore” , “Nur wir HSV” oder “Uns geht’s gut”. Angekommen in Mainz war ich schon auf die neue Arena gespannt. Leider wurde ich wie von jeder neuen Arena in Deutschland mal wieder enttäuscht. Von aussen sieht es aus wie ein roter Betonklotz und von innen erinnert mich die Arena ganz stark an den Betzenberg. Vielleicht war dort der gleiche Architikt am Werk. Die Stimmung konnte nur Phasenweise überzeugen. Die Mainzer outeten sich auch mal wieder als große Pauli Fans, in dem sie sehr laut diesen Verein feierten-armselig. Zum Anpfiff zeigten die Mainzer eine 10 Jahre Ultraszene Mainz Choreo die wirklich gelungen war. Im Gästeblock zeigte die Chosen Few einen riesigen Doppelhalter mit der Raute drauf und dem Spruchband “Wir denken nur an das Eine”. In der 2.Halbzeit benutzte Poptown 3mal Pyrotechnik. Diese wurde sicher abgebrannt, sah gut aus und es wurde wie immer niemand verletzt. Allerdings besteht das Gerücht, dass 5Leute von der Polizei in den Gästeblock eingeschleust wurden um die Pyrotechniker zu identifizieren. Das Spiel ging 0:0 aus. Damit war nicht unbedingt zu rechnen, da noch nie ein Spiel zwischen diesen beiden Mannschaften unentschieden ausging. Trotzdem war es ein gerechtes Ergebnis. Beide Teams vergaben hochkarätige Chancen. Vorallem Choupo-Moting vergab seine guten Chancen. Ich kann es mir nur so erklären das sein Herz noch an Hamburg hängt. Nach Abpfiff ging es sofort zum Bahnhof. Da die S-Bahn ausfiel nahmen wir kurzer Hand den ICE nach Frankfurt. Dort mussten wir noch 2Stunden auf unseren Zug nach Hamburg warten. Meine Mitfahrer zogen es vor jeden einzelnen Menschen am Bahnhof voll zu labern, so dass auch die Zeit schnell vorbei ging. Auf der Rückfahrt saß in unserem Abteil ein Verhaltensforscher. Da war er natürlich richtig in unserem Abteil. Wie er auch hinterher bestätigte war die Fahrt sehr aufschlußreich für ihn und er hat viele neue Eindrücke zur Kenntniss genommen, die er ersteinmal zu Papier bringen musste. Um 1.30Uhr erreichten wir wieder unsere Heimat.

Dez
11

Hannover 96 – Hamburger SV 1:1

14. Spieltag, 1. Bundesliga

Zuschauer: 49.000 Zuschauer, Niedersachsenstadion

„Hannover Auswärts“ schellte der Wecker und rüttelte mich am Samstagmorgen aus dem Tiefschlaf. Da endlich mal wieder die Familien-Väter aus der Nachbarschaft (mit blauen SG Wift Handball Tröten) einen Freigang bekamen, wurde die Tour schön mit dem Wochenendticket in Angriff genommen. Metronom, Alkoholverbot und Unmengen an Cops durch den Castor-Transport, konnten unsere gute Laune allerdings nicht trüben und so wurde die Stadt an der Leine gegen Mittag erreicht. Die Kneipe an der Ecke war natürlich unser erstes Ziel, wo wir auch die Roten aus Büdelsdorf in Empfang nehmen konnten. Ein gemütlicher Platz in der Ecke, jedoch direkt neben der Eingangstür, sollte für die nächsten Stunden unser Domizil sein. Die Freizeitgestaltung für den Nachmittag kann man kurz und knapp beschreiben: Bier, Currywurst, Jägermeister, Leute kamen und Leute gingen (ein Anhänger von Olympiakos Piräus trank sogar einen Jägermeister mit uns) und hin und wieder wurde mal auf den Bildschirm in der Kneipe gestarrt, auf dem die erste Liga übertragen wurde. Eine Stunde vor Anpfiff ging es dann ins Stadion, welches nur einen Steinwurf entfernt war. Zum Intro gab es auf Seiten der Hausherren eine RBH-PT Blockfahne mit einem Spruchband und aus dem Gästeblock konnte das Publikum eine Weltklasse Pyro-Show vernehmen. Das Spiel war ganz OK, zumindest das, was man nach dem sehr langen Kneipenbesuch noch so mit den eigenen Augen vernehmen konnte. Nach dem Seitenwechsel gab es wieder eine sehr gelungene Bengalo-Einlage aus dem Gästeblock, die Jungs hatten alles im Griff und haben diese „schönen Lichter“ immer unter Kontrolle gehabt, ich weiß gar nicht was es immer vom DFB zu kritisieren gibt. Der HSV konnte tatsächlich in der 64.ten Minute durch Bruma in Führung gehen und der Block stand Kopf. Sollte der HSV endlich mal in Hannover gewinnen? Leider nicht, denn in der 79.ten Minute machte Schlaudraff den Ausgleich zum 1:1. Naja, zumindest nicht verloren und ein Ansatz war wieder zu sehen. Nach dem Spiel wurde der Zug nach Hamburg natürlich verpasst und so ging es ohne Ticket in den Sonderzug in Richtung Heimat. Nach einer lustigen Fahrt mit Bier und Chips, wo auch immer das alles herkam, wurde die Schwalestadt gegen 0:30 Uhr erreicht und nach sieben weiteren feucht-fröhlichen Stunden konnte das Bett endlich wieder gefunden werden.

Patrick Lage

 

Dez
03

SG Eintracht Frankfurt – Karlsruher SC 2:0

17. Spieltag, 2. Bundesliga

Zuschauer: 37.100 Zuschauer, Commerzbank-Arena

Mit einer bunten Autobesatzung ( Lüneburg-Olaf, Sittensen-Schnapsmann,Hannover-Tommi und Bremen-Schampus ) ging es ab Lüneburg gen Frankfurt. Die Rückbank nervte gewaltig, was zu erwarten war, bei durchgemachter Nacht auf dem Loikaemie Konzert in HH. Irgendwann erreichten wir dann rechtzeitig das Waldstadion, wo man in der Kneipe beim Didi, die ein oder andere Hand schüttelte und auf die Ankunft der Karlsruher wartete. Diese hatten sich wieder lautstark mit Unterstützung aus der halben Welt angekündigt, aber sie schafften es mal wieder nicht den Gästeblock voll zu bekommen. Nachdem wir unsere Karten für Umme abgeholt hatten, ging es dann ins Stadioninnere.  Schnell mogelte man sich auf einen angenehmen Sitzplatz Höhe Mittellinie. Neben uns fanden heute 37.200 Konsumenten den Weg ins weite Rund. Zum Intro gab es im Gästeblock ein paar blaue Fähnchen und ein bisschen Rauch. Ein paar Böller riefen dann die Ordner und Cops auf den Plan, und bei den Gästen flogen die Fetzen. Resultat: 85 teils Schwerverletzte. Kein Kommentar. ..

Phönix Sons, eine Busladung Grazer und ein paar andere Bestandteile der Karlsruher Freundschaften, beschlossen dann die restlichen 88 Minuten nicht mehr zu supporten und lieferten sich lieber ein paar Scharmützel mit dem Ordnungsdienst. Auf Heimseite das übliche: SingSang, Fahnen, Transparente … Lautstärkepegel auch eher im unteren Bereich. Die Eintracht passte sich der Stimmung auf den Rängen an, und lieferte eine solide Partie ohne große Höhepunkte ab. Gekas traf doppelt und sicherte so die drei wichtigen Punkte. Für uns ging es dann auf die lange Heimreise. Die Rückbank fand schnell den Schlaf der Gerechten und so erreichte man gegen 22 Uhr nordische Gefilde. Endlich mal wieder ein Heimspiel, leider ohne Highlights, gesehen …

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