Mai
18

TuS Osdorf – Germania Schnelsen 0:2

Oddset Pokal Halbfinale , Stadion Osdorf , 900 Zuschauer

Zusammen mit Schwattbrot ging es an diesem 01. Mai zum Halbfinale im Hamburger Pokal. Vor dem Spiel machten wir uns noch bei einem Griechen breit und hauten uns den Magen voll ehe es zum Sportplatz des TuS Osdorf ging. Grantplatz – kult! Als Stadion kann man das da sicher nicht bezeichnen, jeweils eine kleine Erhöhung auf beiden Seiten, mehr nicht.
Trotzdem machten sich knapp 1000 Zuschauer auf den Weg und sorgten für eine super Kulisse.
Das Spiel endete 0-2 für die Germanen, die Gastgeber hatten zu keiner Zeit eine wirkliche Chance gegen den Oberligisten.
Trotzdem holten sich die Osdorfer einen schallenden Applaus des Publikums ab und ließen sich zu Recht feiern.
Nach kurzer Rückfahrt waren wir gegen 21 Uhr wieder im schönen Büdelsdorf.

Mai
18

Werder Bremen – FC Schalke 04 2:3

34. Spieltag , Weserstadion , 42100 Zuschauer

Letzter Spieltag der Fußball Bundesliga in Bremen, ein guter Grund nach langer langer Zeit mal wieder einen Zug zu besteigen um ein Spiel zu besuchen.
Gut gelaunt ging es zu viert viel zu früh los, gegen 12 Uhr saßen wir bereits in einer Kneipe an der Weser und ließen uns die Sonne auf die Mütze scheinen. Nach einigen Runden Bier ging es also zum letzten Ritt der Saison, ca. 5000 Schalker hatten die gleiche Idee und machten aus diesem eher sinnlosen Spiel eine kleine aber feine Abschlußparty.
Bremen zeigte zum Anpfiff eine Überziehfahne mit der Aufschrift „Weserstadion unverkäuflich“ oder so ähnlich, konnte mich nicht so überzeugen – was aber wohl auch daran liegt das ich das Bremer Publikum nicht sonderlich mag.
Während der 90. Minuten konnte man die Heimkurve nicht vernehmen, kann man natürlich auch nicht wenn man selber rumbrüllt oder am Bierstand steht und Konferenz guckt.
Der Hunter ließ sich zu Recht mit der Kanone feiern und holte sich alleine vor der Kurve das ein oder andere Ständchen ab.
Nach dem Spiel gab´s noch ein paar Bierchen ehe wir gegen 19 Uhr den Zug bestiegen und ins schöne Rendsburg eierten.
Nach dem Spiel bekam laut Presse ein Schalke Fan noch ordentlich einen vor die Mütze, sollen Bremer Hooligans gewesen sein. Davon bekamen wir rein gar nichts mit und von daher möchte ich mich dazu auch nicht äußern.

Apr
30

Sønderjysk Elitesport – FC København 4:3

Pokal Halbfinale, Dänemark

Zuschauer: 3.758 Zuschauer, Haderslev Fodboldstadion

Nach der Arbeit ging es endlich wieder nach Dänemark, um sich das Pokal Halbfinale zwischen Sønderjysk Elitesport und dem FC København anzusehen. Das Hinspiel gewannen die Hauptstädter mit 1:0 und dem Einzug ins Finale im eigenen Stadion am 17. Mai sollte nichts mehr im Wege stehen, denn die Hausherren liegen in der Liga schließlich mit 21 Punkten hinter dem dänischen Meister. Der Ground hat sich ein klein wenig verändert und bietet auf der Geraden nun eine nichtüberdachte Sitzplatztribüne, wo im vergangenen Jahr noch Stehränge vorzufinden waren. Unter den 3.758 Zuschauern fanden ca. 250 Gäste, unterstützt von der Hamburger Gruppe „No Battle No Glory“ (NBNG) den Weg nach Süd-Dänemark und legten einen guten Support hin. Bei schönem Wetter und leckerer Pølser konnte der Kick also starten. Nur 13 Minuten nach Anpfiff gingen die Gäste verdient durch den Publikumsliebling Dame N’Doye in Führung, der sich das Emblem der Kopenhagener Ultras, der Urban Crew auf den Unterarm tätowieren lassen hat. Doch nur 3 Minuten später konnten die Hausherren den Ausgleich erzielen und legten im ersten Durchgang noch zwei Buden zum 3-1 nach. Das hätte das Aus für den FCK bedeutet. In Haderslev hat sich eine neue Ultra-Gruppe gegründet, die sich „6100 Ultras“ nennt, aber nicht wirklich auf sich Aufmerksam machen konnte. Eher für Gelächter konnte deren Banner sorgen, denn der Kopf auf deren Banner hatte schon sehr viel Ähnlichkeit mit einem Österreicher, der in Deutschland mal Fuß fassen wollte, Peinlich, Peinlich! Acht Minuten nach dem Wechsel verkürzte erneut Dame N’Doye zum 3:2, der FCK wäre damit wieder im Endspiel. Doch nur drei Minuten später fiel das 4:2 für die Heimelf. Ein wirklich spannendes und gutes Spiel, wer hätte das gedacht. In der 84.ten Minute wurde dem FCK dann noch ein Elfmeter zugesprochen, der zum 4:3 verwandelt werden konnte. Der FCK wäre also wieder im Finale und das große Zittern ging los. Nach dem Tor gab es im Gästesektor Pyro zu bewundern, die Kampfgestalten Namens Ordner positionieren sich um einen Übertäter, der mit Sturmhaube zwei Bangalen hochhielt, als dieser dann auch seinen Abholdienst bemerkte, lief dieser einen Ordner direkt in die Arme, fix zurück in den Mob, Klamotten getauscht, Mütze auf und hoffen das man ihn nicht mehr erkennt. Leider wurde der junge Mann nach dem Spiel dann doch noch bei den Ordnungshütern gesichtet. In der Schlussphase hatte SønderjyskE noch etliche Chancen, die allerdings keinen weiteren Treffer mit sich brachten. Schlusspfiff in Haderslev, man konnte dem Mob und der Mannschaft aus Kopenhagen die Erleichterung förmlich ansehen. Am 17.05.2012 steht der FCK nun im heimischen Stadion gegen den AC Horsens in Finale um den „DBU Pokalen“.

Patrick Lage

Apr
28

TUS CELLE FC – TB Uphusen 1912 1:1

An diesem sonnigen Samstag morgen ging es zusammen mit gut 100 Kielern zum Spiel bei den Hannover Amateuren. Bei viel Schnaps und Schabernack erreichte man ohne nennenswerte Probleme die niedersächsische Landeshauptstadt. Am Gleis erwartete die gut gelaunte Crew ein Journalistenteam des NDR welches gleich in die Schranken gewiesen wurde. Eigentlich wollten wir noch auf die Celler Freunde warten, was uns leider untersagt wurde, da am Bahnhof zu viele Bremer rumlungerten. Naja, kurz in den Zug eingestiegen, auf der anderen Seite wieder raus und schon konnte man sich mit 10 Mann frei im Bahnhof bewegen. Die Celler wurden eingesammelt und gemeinsam ging es zum Stadion. Meinereiner bevorzugte es mit den Stadionverbotlern in der Kneipe “Finca” bei kühlem Bier und anderen Leckereien zuverweilen. Deshalb auch kein Bericht vom Fussball- ;-) Holstein gewann jedenfalls 3:1. Nach dem Spiel ging es dann mit allemann zurück zum Bahnhof, wo die Verwirrung der Staatsmacht dann vollkommen war, als unsere 35 köpfige Reisegruppe beschloss einen anderen Zug zu nehmen um in Celle auszusteigen—-

Die Polizei ließ uns gewähren und war wohl auch froh, dass wir in der Herzogenstadt endlich ausm Zug waren. Bei gefühlten 30 Grad in der Sonne ging es zu Fuss zum Städtischen Stadion, wo der Hasi uns zum halben Preis reinließ. Bei viel Bier und Wurst wurde das Spitzenspiel ( zweiter gegen dritter ) geschaut und auch ein bisschen supportet. Die Bierlaune veranlasste den halben Mob oberkörperfrei vollkommen durchzudrehen. Leider konnte Celle das Spiel vor über 700 Zuschauern nicht gewinnen und die Teams trennten sich 1:1 Remis. Für unseren Haufen ging es dann mit dem letzten Zug zurück gen Heimat, welche man auch gegen Mitternacht erreichte. Dort trennten sich die Wege in verschiedene Kneipen …

Apr
22

1.FC Nürnberg – Hamburger SV 1:1

32. Spieltag, 1.Bundesliga

Zuschauer: 45.873, easyCredit-Stadion

Mit dem ICE fuhren wir zum vorletzten Auswärtsspiel des HSV nach Nürnberg. Nach 4 1/2 Stunden erreichten wir  Nürnberg. Der Gästeblock war wie immer gut gefüllt, ca. 4000 Hamburger begleiteten ihr Team ins Frankenland. Zum Anfang gab es eine Choreo auf Hamburger Seite. Tausende Pappen zierten den Block und dazu das Spruchband ” In diesem Zeichen wirst du siegen”. Im Heimblock wurde Tobi mit einem Spruchband, Doppelhaltern und roten Luftballons im Stadion begrüsst. Zwischedurch zeigte Nürnberg ein Spruchband “Pro Volksparkstadion” und Hamburg ein Spruchband ” Pro Max-Morlock-Stadion”. Die Stimmung im Gästeblock konnte sich hören lassen. Leider kam von der Nürnberger Stimmung im Gästeblock rein gar nichts an. Das Spiel war alles andere als gut, aber was will man erwarten von 2 abstiegsgefährdeten Mannschaften. Sowohl Nürnberg als auch Hamburg konnten den Klassenerhalt perfekt machen. Das Spiel verlagerte sich im Mittelfeld und es gab wenig Torchancen. In der 59.Minute erzielte Son die Führung für die Gäste. Der Jubel war groß, denn bei dem Ergebnis wäre es der sichere Klassenerhalt. Ein paar Bengalos wurden als Ausdruck der Freude gezündet. Doch nur 6 Minuten später glich Nürnberg durch den starken Didavi aus. Dies sollte auch der Endstand sein. Für Nürnberg bedeutet dies der Klassenerhalt, Hamburg benötigt noch einen Punkt für den Verbleib in der 1.Liga. Nach dem Spiel warteten gut bezahlte Hooligans vor dem Gästeblock und zwar das Unterstützungskommando der Bayrischen Polizei, kurz USK. Die Jungs sind bereits bekannt für ihre Aggressivität wovon man sich persönlich überzeugen konnte. Das USK  wollte eine Person aus einer Gruppe festnehmen. Dies führte natürlich zu Widerstand, weshalb es zu einer kleinen Straßenschlacht gekommen ist mit allem drum und dran. Die Uniformierten forderten immer wieder Leute auf sich zu stellen und anzugreifen. Mehr muss man dazu wohl nicht sagen. Nach einiger Zeit beruhigte sich die Lage und der Hamburger Mob löste sich auf  und ging zu ihren Bussen bzw. zur U-Bahn Station. Auf der Rückfahrt machte noch ein Fanclub im negativen Sinne auf sich aufmerksam. Durch zu wenig Sauerstoff im Hirn wurde wohl der Aggro-Schalter umgelegt und der gute Mann machte alles und jeden an, egal ob HSVer oder eigene Fanclub Mitglieder und wurde handgreiflich. Ganz armes Schauspiel. Sollten Rautenträger sich untereinander nicht in Ruhe lassen und respektieren? Gegen Mitternacht erreichten wir wieder die Hansestadt.

Benjamin Voß

 


 

Mrz
27

West Ham United Football Club – Middlesbrough Football Club 1:1

38. Spieltag, Championship England

Zuschauer: 27.250 Zuschauer, Upton Park (Boleyn Ground)

Da irgendwie Niemand so richtig sagen kann, wann und ob überhaupt West Ham United in der nächsten Saison schon im neuen Londoner Olympiastadion spielen wird, wurde kurzfristig Nägel mit Köpfen gemacht und ein Spiel heraus gesucht. Fündig wurde ich mit dem Dienstagabend Spiel gegen Middlesbrough. Über Ryanair günstige Flüge gesucht  und auch schnell mit 14 Euro plus 12 Euro Steuern und Gebühren, also 26 Euro all in, von Bremen nach Stansted, fündig geworden. Eine einfache Zugfahrt kostet übrigens von Kiel nach Hamburg mit einem ICE 27 Euro! Tickets wurden dank unzähligen Kontakten über einen Middlesbrough Supporter für 32 Pfund organisiert und somit auch eine lästige Mitgliedschaft im Verein umgangen. Bereits um 3:00 Uhr startete am Dienstagmorgen die Fahrt aus Neumünster über Hollenstedt, um die restlichen Hopper aus Schleswig-Holstein einzusammeln und dann weiter nach Bremen zu fahren, um den Flieger um 6:50 Uhr in Richtung Mutterland des Fußballs zu nehmen. Dank der Zeitverschiebung erreichten wir um 7:10 Uhr Stansted um dann mit dem Easybus für 20 Euro für beide Fahren in die englische Hauptstadt zu fahren. Zum Leidwesen der anderen Fahrgäste wurde die Fahrt mit lustigen Fußballgeschichten sehr gut überbrückt und uns ist mal wieder klar geworden, wie viele Leute man so all die Jahre beim Fußball in den Stadion und den Szenen getroffen hat. Während die einen ins Ausland gegangen sind, wurde einige Häuslich, sind immer noch dabei oder haben ihre Aktivitäten nur noch aufs Angeln beschränkt. Von der Baker Street ging es dann erst mal in die City, um bei Lillywhites, JD Sports und in der Carnaby Street die Kohle auf den Kopf zu hauen. Nachdem die Füße schon ordentlich qualmten ging es noch kurz zum Sightseeing an den Big Ben, der Tower Bridge und dann endlich in den Pub, wo es das beste und billigste Bier der Stadt geben sollte, hieß es von Stu aus der CCK Sektion London. Stu ließ auch nicht lange auf sich warten und so flossen Literweise kühles Cider in unsere durstigen Kehlen. Die Zeit wurde bei der netten Runde total vergessen und so mussten wir und nach West Ham spurten, um das Feeling im und um Stadion zu erleben. Vergeblich wurde noch für unsere Einkäufe, sowie unsere Kultursachen Schließfächer, bzw. eine Gepäckaufbewahrungsstation gesucht, da es aus Sicherheitsgründen in London keine richtigen Schließfächer mehr gibt. Pech gehabt, die Tasche muss mit Gesamten Inhalt ins Stadion, denn solche Gepäckstationen gibt es ausschließlich an den großen Bahnhöfen im Zentrum der Stadt. An der Station Upton Park ging es dann endlich aus der Bahn um zum Ground zu gehen. Ein typisches Bild für England zeigte uns die Straße entlang zum Stadion, in der es neben Hamburgern, Chips und sonstigem kulinarischen Highlights auch die kultigen Stände mit Fanutensilien von West Ham United und dem Film „Greenstreet Hooligans“ gab. Nachdem wir uns im Fanshop ein Trikot der Hammers für schlappe 15 Pfund ergatterten ging es einmal um das Stadion, um in unseren Away-Sector zu gelangen. Die Panik, unsere Taschen mit ins Stadion zu bekommen war uns förmlich ins Gesicht geschrieben, denn Zeit um die Taschen im Umfeld des Stadions zu verstecken hatten nicht mehr. Doch der Ordner fragte lediglich „have you bottles“? „No, No, we are tourists“ erwiderten wir und der Ordner winkte uns mit einem Lächeln ins Rund. Endlich waren wir im Stadion und der Anpfif ließ auch nicht lange auf sich warten. Die Stimmung aus dem Gästeblock war für einen Dienstagabend und für englische Verhältnisse recht gut. Der Heimsupport konnte am Anfang allerdings nur aus dem Block neben den Gästen vernommen werden, indem sich Cass Pennant höchstpersönlich aufhielt. Um Cass, der mit seiner Schiebermütze ununterbrochen lächelte und in den Gästesektor starrte, standen viele jüngere Casuals herum, lachten, quatschten und tranken Bier. Das Spiel lief sehr schnell und konnte viele Fouls bieten, zumindest würde man als Deutscher diese Zweikämpfe als Fouls bezeichnen, denn in England wurde einfach weiter gespielt. Ein David Jarolim würde auf der Insel wohl kein Spiel überleben und ständig auf dem Grün liegen. Obwohl die erste Hälfte voller Torchancen war, blieb es beim 0:0 zur Pause. Im zweiten Durchgang wurde die Stimmung besser und die Hausherren wurden mit einem Eigentor von Joe Bennett belohnt. Es sah alles nach einem so wichtigen Heimsieg für West Ham aus, die unbedingt wieder in die erste Liga aufsteigen wollen. Doch in der 84.ten Minute konnten die Gäste durch Bartholomew Ogbeche, den mittlerweile auch schon verdienten, Ausgleich erzielen. Der Gästesektor drehte völlig ab und provozierte den Heimmob um Caas herum. Dieses sah allerdings alles mit Humor und zeigte weiterhin mit breitem Grinsen seine Zähne. Nach dem Kick ging es wieder auf die Fressmeile, um noch Hamburger für einen Pfund das Stück zu erobern. Per Bahn ging es dann wieder zum Piccdilly Circus, Proviant für die Nacht gekauft und ab zur Baker Street, wo der Bus um Mitternacht gen Stansted starten sollte. In Stansted waren natürlich alle „Betten“ belegt und so machten wir uns auf, den Flughafen zu erkunden. Um 6:50 Uhr ging endlich der Flieger in Richtung Bremen, fix in neue Klamotten gesprungen und ab zur Arbeit, wo man nur mit einem freundlichen „Moin, du musst heute die Spätschicht übernehmen“ begrüßt wurde. Ein Leben als Groundhopper ist eben kein Ponyhof und so wurde endlich nach 43 Stunden ohne Schlaf das heimische Bett angetroffen.
Patrick Lage

Mrz
22

ETB Schwarz-Weiß Essen – Sportfreunde Siegen 0:4

19. Spieltag, (Nachholspiel) NRW-Liga

Zuschauer: 500 Zuschauer, Stadion am Uhlenkrug

Am heutigen Mittwoch fand das Nachholspiel in der NRW-Liga zwischen SW Essen und SF Siegen statt. Anstoß sollte um 19 Uhr im alten Stadion am Uhlenkrug sein und spontan fand sich ein weiterer Mitfahrer, so dass wir um 17 Uhr zu zweit uns auf den Weg Richtung Essen machten. Gegen 18 Uhr erreichten wir aufgrund des Feierabendverkehrs das Stadion. Schnell wurde für den Mitfahrer eine Eintrittskarte erworben und wir machten einen kleinen Stadionrundgang. Das Stadion am Uhlenkrug hat schon einen gewissen urigen Charme. So besitzt es eine überdachte Sitzplatztribüne und einen weitläufigen Stehplatzbereich. Hinter einem Tor befindet sich nur ein Grashügel, von dem man aber eine gute Sicht sowohl auf den Heim- als auch den Gastbereich hat. Die „Ultra“-Gruppe vom ETB veranstaltete vor dem Spiel eine Art Tombola und verloste diverse Fanartikel für 1,50€. So konnte ich mit zwei Losen auch einen Wimpel und einen Uhlenkrug-Aufkleber später mein Eigen nennen. Kurz vor dem Anpfiff trafen wir noch auf eine weitere Autobesatzung aus der Bierhauptstadt und auch ein Hopper aus Düsseldorf gab sich heute Abend die Ehre. Die Schwarz-Weißen Fans nahmen auf der Sitzplatztribüne Ihren Platz ein und hatten 4-5 Zaunfahnen, mehrere kleine Schwenker, ein paar Doppelhalter und eine Trommel. Den Haufen würde ich auf 10-15 Leute einschätze. Die Jungs um die Turnschuh Crew aus Siegen erreichte erst kurz nach Anpfiff das Stadion und fand sich mit knapp 50 Leuten direkt im unteren Bereich des Gästeblocks ein. Insgesamt dürften heute Abend knapp 500 zahlende Zuschauer anwesend gewesen sein. Siegen begann die Partie sehr druckvoll und hatte das Spielgeschehen zu jedem Zeitpunkt im Griff und führte bereits nach 30. Minuten mit 4:0. Während der ersten Halbzeit zündeten die Siegener auch mehrfach Blinkbengalen. Stimmungstechnisch waren sie auch über die volle Distanz von neunzig Minuten zu vernehmen. Schwarz Weiß konnte dagegen mit Ihrem Support nicht wirklich überzeugen, was aber auch bei dem Spielverlauf kein Wunder darstellt. Da das Spiel eigentlich schon zur Halbzeit entschieden war erspare ich Euch mal die zweite Halbzeit, denn hier war gähnende Leere angesagt. Kaum Torchancen und Siegen verwaltete nur noch die Führung. Nach Abpfiff ging es zügig zurück nach Dortmund.

Jens Muthmann

Mrz
15

TuS Lübeck 93 – TSV Trittau 0:3

23. Spieltag, Verbandsliga Süd-Ost Schleswig-Holstein

Zuschauer: 50 Zuschauer, Marli-Stadion

Nur knappe 8 Minuten später konnte das Marli-Stadion des TuS Lübeck 93 erreicht werden. Der Ground feierte 2011 seinen 50.ten Geburtstag, hat ein Fassungsvermögen von 7.500 und bietet auf der Geraden mehrere Stufen. Sieht alles etwas trist und grau aus, sollte allerdings als Schleswig-Holsteiner einmal besucht werden. Zu Gast war der TSV Trittau, der Ähnlich wie die Hausherren im unteren Tabellendrittel herum dümpelt. Das Spiel hatte viele Chancen zu bieten, doch blieb es zunächst auch nur dabei. Auffälligster Akteur war wohl „Konan“ vom TuS Lübeck, der mit seiner Haarpracht alle anderen Spieler nur schlecht aussehen ließ. Ebenso auffällig war dank der Namensgebung noch der Spieler „Yeboah“ vom TuS Lübeck, der allerdings nichts fußballerisches von seinem großen Namensvetter hatte. In der 25.ten Minute fiel dann endlich das erste Tor des Tages, der TSV konnte verdient mit 1:0 in Führung gehen und diese auch nur 10 Minuten später auf ein 2:0 ausbauen. Nach der Halbzeit kämpften die Hausherren weiter und gaben sich nicht auf, wurden allerdings in der 71.ten Minute dann endgültig mit dem 3:0 in die Kabine geschossen. Nach dem Spiel ging es wieder in Richtung Neumünster, außer Spritkosten keine weitere Kohle ausgegeben, bis es dann von der A21 auf die B205 ging und es einmal hell und rot ins Auto leuchtete. Dumm gelaufen, aber wenn man auf einem Sonntag auf einer Landstraße in Schleswig-Holstein geblitzt wird, dann fragt mich sich schon, ob diese Leute keine Hobbys haben!? Naja, nACh dem Schreck ging es erst mal AB auf die Couch, um den Sonntag ausklingen zu lassen.

Patrick  Lage

Mrz
15

FFC Oldesloe 2000 – SV Meppen 0:2

14. Spieltag, 2. Bundesliga Nord Frauen

Zuschauer: 34 Zuschauer, Stadion Buniamshof Lübeck

Der Buniamshof in Lübeck sollte schon längst besucht werden, doch fand bis zu dieser Saison leider kein regulärer Spielbetrieb in diesem schönen und sehr gepflegten Stadion statt. Das Fassungsvermögen liegt bei 10.000 Zuschauern, kann eine überdachte Sitzplatztribüne aufweisen und ist das zweitgrößte Stadion in Lübeck. Gegen Mittag ging es also aus der Schwalestadt in Richtung Hansestadt, zeitgleich zum großen Schleswig-Holstein Derby an der Lohmühle, ging es allerdings für mich zur 2.ten Bundesliga Nord Partie zwischen dem Frauen Fußballclub aus Oldesloe und den Gästen aus dem Emsland. Wer sich hier nun fragt, warum die Damen des FFC nicht in Oldesloe spielen, sondern im benachbarten Lübeck, der fragt sich dies zu recht, denn von einem Umzug aufgrund der hohen Zuschauerzahlen kann wohl kaum die Rede sein. 2011 wurde zwischen dem VfB Lübeck und dem FFC Oldesloe ein Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ziel ist es, die Vollintegration des FFC Oldesloe 2000 beim VfB Lübeck zur Saison 2012/13 zu prüfen und vorzubereiten. Die Spiele der 1. Frauenmannschaft des FFC Oldesloe werden im Stadion Buniamshof ausgetragen, zudem sollen zwei Topspiele im Stadion des VfB Lübeck, dem Stadion an der Lohmühle stattfinden. Quasi eine Übernahme, wie man es aus anderen Bereichen in Schleswig-Holstein ja schon kennt, wird zwar als „Patch Over“ bezeichnet, ist aber im Grunde dasselbe. 34 zahlende Zuschauer wollten sich neben mir diese Begegnung ansehen, die allerdings nicht wirklich viel zu bieten hatte. Ein paar Chancen für Meppen, ein paar Chancen für Oldesloe, Torflaute in Halbzeit eins, das war zu viel des Guten und so ging es zügig weiter in Richtung Marli-Stadion.

Patrick  Lage

Mrz
15

HSV Barmbek-Uhlenhorst von 1923 e.V. – Hamm United Fussball Club e.V. 3:1

21. Spieltag, Landesliga Hansa Hamburg

Zuschauer: 370 Zuschauer, Wilhelm-Rupprecht-Platz (Barmbek Anfield)

Endlich war es wieder soweit, das Spiel der Spiele im Hamburger Amateurbereich, BU trifft zu Hause auf Hamm. Bereits beim Hinspiel gab es massig an Rauch, guten Support und eine Vereinigung  der Fangruppen um das Hammer Pack und den Busenfreunden aus Barmbek. Gemeinsam gegen den HFV (Hamburger Fussball Verband) lautete die Devise bei diesem Nachholspiel, denn der Verband schicke Späher und Spitzel ins Rund, um die so geliebte Pyrotechnik aus der Landesliga zu verbannen und  die Verantwortlichen zur Kasse zu bitten. Der Wilhelm-Rupprecht-Platz, der aber in Hamburger Kreisen nur als Barmbek-Anfield bezeichnet wird versprüht englischen Flair, bietet Platz für 7.000 Zuschauer und kann mit einer unüberdachten Sitzplatztribüne dienen. Bekannte Spieler können die Barmbeker aus den eigenen Reihen mit den ehemaligen Nationalspielern Charly Dörfel und Andy Brehme ebenfalls aufweisen. Zum Intro gab es auf beiden Seiten Aktionen zu betrachten, die ausnahmsweise nicht mit Pyrotechnik verbunden waren, aber dennoch sehr schön anzusehen waren. Das Hammer Pack baute vor Beginn der Partie eine Mauer aus Kartons und der Aufschrift „HFV“ auf. Diese wurde beim Einlaufen mit dem Spruchband „Mauern einreißen“ und viel Konfetti zunächst untermalt und anschließend eingerissen. Auf Seiten der Hausherren gab es Schwenker und eine Blockfahne, die mit „Forza BU“ – Spruchbändern verfeinert wurde. Während das Stadion zum größten Teil leer aussah, tummelten sich die gut 370 Zuschauer in den Fanblöcken und am Bierstand, welches für eine gute Stimmung sorgte. Nach 13 Minuten konnten die Hausherren durch den sehr starken Neuzugang Tobias Beier in Führung gehen und genau 18 weitere Minuten dauerte es nur, bis er das 2:0 für seinen neuen Club erzielen konnte. Auf den Rängen gab es auf beiden Seiten ordentlich Stimmung, da können sich so einige Regionalligisten mal eine Scheibe von abschneiden. Nachdem die Pause mit einen Weltklasse Frikadellen-Brötchen überbrückt wurde, konnte der zweite Durchgang starten. Aus den Blöcken gab es Wechselgesang, die Barmbeker besuchten die Hammer in deren Sektor und die Hammer kamen zum Bierchen trinken in die Heimkurve. So schön kann Fußball in der Landesliga sein, dass dachten sich auch einige Anhänger beider Clubs und so ging eine Polonäse anstatt nach Blankenese, einmal um das gesamte Stadion. Wer seine Aufmerksamkeit noch das Spiel schenkte, der hatte selbst Schuld, wurde aber noch mit dem 3:0 in der 54.ten Minute und dem Anschlusstreffer zum 3:1 in der 64.ten Minute belohnt. Viel sehenswerter waren allerdings die Aktionen der
beiden Fangruppen, die einen baldigen Besuch nur zusprechen können. Das Spiel endete 3:1, nach dem Spiel durfte sich das Pyromanen Herz doch noch freuen, BU ist auf dem besten Wege in die Oberliga Hamburg zurückzukehren und diese Freundschaft zwischen den beiden Clubs mag irgendwie nach außen sehr kurios aussehen, hat es aber in sich! BU&HUFC

Patrick Lage

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